Barbara Ehrmann: Schwerelos, Kressbronn

Schwerelos in Kressbronn

Seit dem 18.09. noch bis zum 01.11.2020 präsentiert Barbara Ehrmann neue Arbeiten unter dem Titel „schwerelos“ in der Galerie in der Lände, Seestr. 24, Kressbronn.

Gudrun Teumer-Schwaderer vom Arbeitskreis Kunst Kressbronn schreibt dazu:

„Apnoetauchen: tief eingetaucht sein in einer anderen Welt, im Urstoff Wasser, schwerelos fremdartige Perspektiven und traumhafte Ästhetik, besondere Lichtstimmungen und Transparenz erleben. Dieser mentale und physisch existentielle Zustand, das besondere Körpergefühl beim Apnoetauchen wirkt aktuell sehr in die Welt meiner Bilder.“ So beschreibt Barbara Ehrmann ihre Inspiration.

In ihren Arbeiten findet sich das Leichte, Freie, Schwebende ebenso wie die Entschiedenheit einer gesetzten „schweren“ Form – Zeichnungen, die Schwimmen, Tauchen oder Fliegen assoziieren lassen, die zwischen abstrakter Zeichnung und gegenständlicher Anmutung oszillieren. Die Betrachter fühlen sich in eine fast unwirkliche „Zwischenwelt“ versetzt, fühlen sich losgelöst und können einen eigenen Rhythmus der Bilder wahrnehmen.

Mit sparsamen Zeichen und eingeschränkter Palette gelingt es Barbara Ehrmann, ihre Bilder unmittelbar zu uns sprechen zu lassen. Aufgetragene Wachsschichten verleihen den Bildern und Papierfahnen reizvolle Transparenz und räumliche Tiefe und ermöglichen uns, immer tiefere Schichten zu entdecken und Schwerelosigkeit zu empfinden. Gleichzeitig vermitteln sie uns starke energetische Felder, die wir als ästhetische Kraftquellen spüren können. Dazu verwendet Barbara Ehrmann oft sehr große Bahnen asiatischer Papiere, die durch die Wachsbeschichtung transluzent werden und schwebenden Charakter erhalten.

Aus der Intuition heraus entstehen reduzierte, archaisch anmutende Zeichnungen: Fließende Tuscheflächen in aquamarinen Farben, Türkis, Blau, Graugrün deuten Wasserflächen und Horizonte an. In meditativer Langsamkeit gemalte Punktstrukturen dehnen sich aus, bilden Formen, die an Schwämme, Korallen oder Ströme von Luftblasen denken lassen. Schattenrissartige Bojen, Reusen oder bootsähnliche Gefäßformen gleiten dynamisch ins Bild, driften nach oben, sinken sanft ab, alles im Fluss.“

Öffnungszeiten: Fr 15.00 – 17.00 Uhr, Sa und So 15.00 – 18.00 Uhr. Führungen in kleinen Gruppen mit der Künstlerin am So 01.11. von 15.00-18.00 Uhr.

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