Temporäres Ehrenamt für soziale Utopien

Temporäres Ehrenamt für Soziale Utopien
August 2016

Unterstützend hat sich der Kunstverein an dem Projekt der Hamburger Künstlerin Sigrid Sandmann in den Räumen der „Räuberhöhle“ beteiligt.

Sie richtete im Nebenraum der Räuberhöhle ein öffentliches Amt ein, um dort persönliche Gespräche mit Ravensburger*innen zu führen.

Bekannt wurde die Künstlerin mit großformatigen Raum- und Lichtinstallationen im öffentlichen Raum (u.a. in Hamburg, Bochum, Kassel, Dessau, Eindhoven, Gdansk, Cascais), die oft auf einzelnen Wörtern und Textfragmenten beruhen. Viele Projekte der Künstlerin haben einen partizipatorischen Ansatz, die dargestellten Begriffe und Texte werden in Gesprächen vor Ort gesammelt. Daraus entstand auch das ‚Wortfindungsamt‘ als Kunstform.

Eine Gruppe Engagierter hatte Sigrid Sandmann ins Schussental eingeladen, wo ein öffentlicher Diskurs über Stadtentwicklung, öffentlicher Raum und Bürgerbeteiligung gerade erst beginnt. Das wurde exemplarisch an der Diskussion um die Zukunft der Räuberhöhle festgemacht.

Aus diesen Gesprächen wurden täglich Fragmente herausgefiltert, die nach Feierabend als ‚Meinungskonzentrat‘ – schwarz auf weiß – an den Wände des Ausstellungsraumes erschienen. Die Räume der „Räuberhöhle“ haben sich so peu à peu in eine große Textcollage verwandelt.

 

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